Sintra-Portugal.com
Der beste unabhängige Reiseführer für Sintra
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Der beste unabhängige Reiseführer für Sintra
Der prächtige Palácio da Pena ist die Hauptattraktion von Sintra und thront hoch oben auf einem Gipfel der Serra de Sintra. Bei jedem Tagesausflug ist er der Höhepunkt, doch bis zum Eingang auf dem Hügel zu kommen, kann ziemlich mühsam und nervenaufreibend sein. Der Palast liegt weit oberhalb des Ortes Sintra. Die Strecke ist steil und berüchtigt für ihre Staus, und die öffentlichen Verkehrsmittel sind dem Touristenandrang oft nicht gewachsen.
In diesem Ratgeber stelle ich dir die besten Möglichkeiten vor, zum Palácio da Pena zu gelangen, und vergleiche sie miteinander, damit du die passende Variante für deine Reise findest. Dabei geht es um die zwei wichtigsten Ausgangslagen: die Anreise aus Lissabon für einen Tagesausflug und den Weg hinauf zum Palast vom Ort Sintra oder vom Bahnhof aus.
Wer aus Lissabon kommt, nimmt normalerweise den günstigen Zug nach Sintra und steigt dort in den Touristenbus 434 um. Zusammen mit dem teuren 24-Stunden-Busticket (10,96 €) kostet das allerdings so viel, dass ein Uber oder Bolt direkt ab Lissabon überraschend gut mithalten kann, vor allem wenn ihr zu mehreren seid. Mit einem Fahrdienst sparst du dir außerdem den vollen Zug und die langen Warteschlangen am Bus am Bahnhof Sintra.
Bist du schon in Sintra, ist der Bus 434 die wichtigste Möglichkeit, den Hügel hinaufzukommen. Die meisten entscheiden sich dafür, aber das Ticket ist teuer, und oft gibt es sehr lange Warteschlangen und überfüllte Busse. Die Alternativen sind eine sehr anstrengende, 55-minütige Wanderung bergauf oder ein noch teureres Taxi oder Tuk-Tuk, das im selben zähen Verkehr stecken bleibt.
Gut zu wissen: Ein Uber oder Bolt von Lissabon nach Sintra zu bekommen, ist unkompliziert. Vom historischen Zentrum hinauf zum Palast kann es dagegen schwierig werden. Viele Fahrer fahren nur ungern den verstopften Hügel hinauf, und die Nachfrage ist manchmal extrem hoch.
Der Bus 434 erreicht den Eingang zum Palácio da Pena
Mit der Ankunft am Bahnhof Sintra ist der erste Schritt geschafft, doch die eigentliche Herausforderung des Tages liegt noch vor dir: vom Ort den sehr steilen Hügel hinauf zum Palácio da Pena zu kommen. Der Palast liegt hoch über dem Ort, und auf der Strecke geht es bekanntermaßen nur langsam und im Stau voran.
Für die meisten Besucher ist der Touristenbus 434 die übliche und empfehlenswerte Wahl. Er fährt eine Runde vom Bahnhof hinauf bis zum Palasteingang und dann über das historische Zentrum wieder hinunter. Auf die Nachteile solltest du allerdings gefasst sein. Der Bus richtet sich an Touristen, und es gibt nur das 24-Stunden-Ticket für 10,96 €, selbst wenn du nur ein paar Fahrten brauchst. In der Hochsaison musst du mit langen Schlangen beim Einsteigen und sehr vollen Bussen rechnen, in denen es nur noch Stehplätze gibt.
Weil das historische Zentrum von Sintra für den Verkehr gesperrt ist, muss der Bus einen sehr verschlungenen und langen Umweg fahren. Durch die Einbahnstraßenregelung ist die gesamte Runde 10 km lang, und der letzte Anstieg über die Estrada da Pena ist eine langsame, kurvenreiche Strecke mit zahlreichen Serpentinen. Die Fahrt vom Bahnhof kann sich deshalb überraschend lang anfühlen: Sie dauert mindestens 25–30 Minuten und bei starkem Verkehr deutlich länger.
Wegen der Einbahnstraßen in Sintra muss sich der Bus durch enge Straßen zwängen, die im Sommer oft verstopft sind
Lieber mit Uber, Bolt oder Taxi an der Busschlange vorbei?
Dann solltest du wissen: Du kommst vielleicht schneller vom Bahnhof weg, steckst danach aber genau im selben Verkehr wie der Bus. Günstig sind diese Varianten auch nicht. Ein Taxi kann 15–20 € kosten, ein Tuk-Tuk noch mehr. Fahrdienst-Apps wie Uber und Bolt sind eine Möglichkeit, aber viele Fahrer fahren nur ungern die langsame, verstopfte Strecke den Hügel hinauf, und wegen der hohen Nachfrage musst du lange warten, bis dich jemand abholt.
Bleiben noch das Auto oder der Fußweg. Mit dem Auto hinaufzufahren, ist keine realistische Option, und du solltest es auf keinen Fall versuchen. Parkplätze gibt es so gut wie keine, und die oberen Straßen zum Palast sind in der Hochsaison oft für den Verkehr gesperrt. Wer sehr fit ist, kann den Caminho de Santa Maria nehmen, eine landschaftlich reizvolle, 55-minütige Wanderung bergauf durch den Wald. Der Weg ist anstrengend und hat viele steile Stufen.
Wäre eine geführte Tour vielleicht besser für dich?
Nach fünfundzwanzig Jahren, in denen ich immer wieder nach Sintra gekommen bin, weiß ich, wie anstrengend ein Tag dort sein kann. Eine gut organisierte Tour nimmt dir diesen Stress ab. Diese Sintra-Touren habe ich selbst gemacht und empfehle sie Freunden und Familie gern weiter:
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Viele Besucher nehmen den üblichen Weg nach Sintra: 40 Minuten mit dem Zug vom Lissabonner Bahnhof Rossio und dann weiter mit dem Touristenbus 434 ab dem Bahnhof Sintra. Diese Variante kann allerdings langsam, überfüllt und überraschend teuer sein.
Der Zug selbst ist günstig (5,10 € hin und zurück), aber das 24-Stunden-Ticket für den Bus kostet 10,96 €. Damit zahlst du pro Person insgesamt über 16 € für die Fahrt. Rechnest du noch die Zeit dazu, die du für den Weg zum Rossio, das Warten auf den Zug und dann das Anstehen in der langen Schlange für den Bus in Sintra brauchst, kann das Ganze ziemlich zermürbend sein.
Deshalb kann es für Paare oder Gruppen die deutlich bessere Wahl sein, direkt von deiner Unterkunft in Lissabon mit Uber oder Bolt zu fahren. Eine einfache Fahrt aus dem Zentrum von Lissabon direkt bis zum Eingang des Palastes kostet für bis zu vier Personen je nach Verkehr und Nachfrage zwischen 20 und 30 €. Für Alleinreisende ist das zwar teurer als die öffentlichen Verkehrsmittel, aber ab zwei Personen ist es preislich absolut konkurrenzfähig.
Der größte Vorteil ist die Bequemlichkeit. Ein Uber/Bolt fährt zwar über dieselben verstopften Straßen den Berg hinauf wie der Bus, aber du sitzt in einem bequemen Auto und hast am Bahnhof und an der Bushaltestelle viel Zeit gespart.
Das eigentliche Problem bei dieser Variante ist die Rückfahrt. Nach Sintra zu kommen ist einfach, aber vom Palast oder aus dem historischen Zentrum eine Fahrt zu bekommen, kann sehr schwierig sein, vor allem zur Stoßzeit am späten Nachmittag (gegen 16 Uhr). Dann wollen alle Besucher gleichzeitig weg, die Nachfrage ist riesig, und viele Fahrer haben keine Lust, nur für eine Abholung den Berg hinaufzufahren. Es kann also sein, dass du kaum einen Fahrer findest, lange wartest oder am Ende doch den Zug nach Hause nehmen musst. Eine gute Alternative: Plane ein spätes, entspanntes Abendessen in Sintra ein und warte, bis der Ansturm vorbei ist.
An der Haltezone vor dem Ticketschalter herrscht immer reger Verkehr und Andrang
Wenn du keine Fahrdienst-App nutzt, ist der Zug die bequemste und günstigste Möglichkeit, von Lissabon nach Sintra zu kommen. Die Fahrt ist unkompliziert, aber du solltest wissen, welchen Bahnhof du nimmst und wie das mit den Tickets funktioniert.
Von Lissabon fahren zwei verschiedene Bahnlinien nach Sintra, beide betrieben von Comboios de Portugal (CP) als Teil des Nahverkehrsnetzes.
1. Vom Bahnhof Rossio nach Sintra: Für die meisten Touristen ist das die beste Wahl. Der Bahnhof Rossio liegt zentral, in der Nähe der Viertel Baixa und Chiado. Die Fahrt dauert 40 Minuten.
2. Vom Bahnhof Oriente nach Sintra: Diese Linie ist praktischer, wenn du vom Flughafen Lissabon kommst oder im Osten der Stadt wohnst. Oriente ist außerdem Lissabons wichtigster Fernbahnhof und damit der Umsteigepunkt, wenn du aus anderen Teilen Portugals anreist. Diese Strecke dauert mit 47 Minuten etwas länger.
Da es sich um Nahverkehrslinien handelt, kannst du weder Tickets im Voraus buchen noch Sitzplätze reservieren. Das ist in der Regel kein Problem, denn die Züge fahren häufig, von frühmorgens bis spätabends.
Preise und Tickets
Die Fahrt von Lissabon nach Sintra kostet 2,55 € für eine einfache Fahrt, hin und zurück also 5,10 €. Bar bezahlen kannst du nicht, der Fahrpreis wird stattdessen von der wiederverwendbaren „Navegante“-Karte abgebucht.
Das ist dieselbe Karte, die du auch für Metro, Straßenbahnen und Busse in Lissabon nutzt. Die Karte selbst kostet beim ersten Kauf 0,50 €, und jede Person in deiner Gruppe braucht eine eigene Navegante-Karte, weil darauf immer nur ein Fahrschein für eine Person geladen werden kann.
Rechne damit, dass es am Bahnhof Rossio extrem voll werden kann, mit langen Schlangen an den Ticketautomaten und am Schalter. Der beste Tipp: Starte deinen Tagesausflug so früh wie möglich, dann ersparst du dir die Warterei.
Beide Linien enden am Bahnhof Sintra. Er liegt 1,5 km vom historischen Zentrum entfernt, und von hier nimmst du den Bus 434 oder eine andere Linie, um hinauf zum Palácio da Pena zu fahren.
Der Palácio da Pena gehört zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Welt, und entsprechend extrem voll wird es dort. Um die Besucherzahlen zu steuern, ist der Zutritt zum Inneren des Palasts (zu den Prunksälen) streng über Tickets mit festem Einlasszeitfenster geregelt.
In der Hauptsaison (Ostern bis Oktober) sind die besten Zeitfenster schon im Voraus ausverkauft. Wenn du einfach spontan am Besuchstag auftauchst, musst du wahrscheinlich stundenlang auf das nächste freie Zeitfenster warten, oder, schlimmer noch, alle Tickets für das Palastinnere sind komplett ausverkauft. Ich empfehle dir dringend, deine Tickets mindestens einen Tag vor deinem Besuch online zu kaufen.
Wenn dich nur das Gelände interessiert oder die Palasttickets ausverkauft sind, kannst du das günstigere „Park Ticket“ kaufen. Damit kommst du in die wunderbaren, bewaldeten Parkanlagen des Parque da Pena und, ganz wichtig, auch auf die berühmten bunten Terrassen rund um den Palast. Für das Park Ticket gibt es kein festes Einlasszeitfenster, du bist also flexibler.
Unsere beliebtesten Reiseführer für Sintra
Über diesen Reiseführer Ich bin Philip Giddings. Seit 2001 erkunde ich Portugal und schreibe seit 2008 die unabhängigen Reiseführer auf Sintra-Portugal.com. Ich lebe in Lissabon mit meiner portugiesischen Frau Carla, die mich bei einer meiner ersten Reisen ins Land zum ersten Mal mit nach Sintra nahm. Seitdem kehren wir immer wieder dorthin zurück: ob bei sommerlichem Andrang, herbstlichem Nebel oder an den ruhigen Sonntagnachmittagen im Januar. In den fünfundzwanzig Jahren unserer Besuche hat sich die Region stark verändert, und wir haben diese Entwicklung miterlebt.
Die Website erhält keine Zahlungen von Tourismusverbänden, Reiseveranstaltern oder Sehenswürdigkeiten für die Aufnahme in den Reiseführer. Sie finanziert sich über Affiliate-Provisionen bei Tour-Buchungen, was auf jeder Seite, auf der diese enthalten sind, offengelegt wird. Jedes praktische Detail in diesen Reiseführern (Ticketpreise, Öffnungszeiten, Busverbindungen, Zeitfenster-Regelungen) wird mit der offiziellen Website von Parques de Sintra abgeglichen und bei Besuchen zwei- bis dreimal im Jahr persönlich überprüft. Lesen Sie hier meine vollständige Biografie.